Liwanzen - wie zu Großmutters Zeiten



Hallo Ihr Lieben,

heute wird es nostalgisch im Elfenwinkel. Kindheitserinnerungen werden wach. Kennt Ihr das? Ein bestimmter Geruch, ein Bild oder ein Buch, ein Geschmack oder ein altes Spielzeug und schon seid Ihr wieder 10 Jahre alt. So geht es mir, wenn ich Liwanzen backe. Nach einem überlieferten Rezept meiner Oma. Und dieses möchte ich Euch heute vorstellen. Liwanzen! Manche von Euch kennen sie vielleicht unter dem Namen Dalken, Plinsen oder Lewanzen. Im Sudetengau, woher meine Großmutter stammt, nannte man sie auf jeden Fall Liwanzen.






Genau genommen hat mich Rebecca von Verlockendes darauf gebracht, dieses Rezept zu posten. Sie schrieb kürzlich auf Instagram, dass wir uns auch in der Küche oft von irgendwelchen Trends leiten lassen, obwohl es doch schön wäre, sich auch einmal auf die einfachen Dinge zu konzentrieren. Da kann ich ihr nur zustimmen und für Euch dieses Rezept posten. Es besteht nur aus 5 Zutaten, die man so gut wie immer im Haus hat.





Fragt man Wikipedia, wird man direkt auf Dalken weitergeleitet. Dalken sind ein typische Mehlspeise aus Böhmen. Die Verwendung von Pflaumenmus, wie Wikipedia es beschreibt, war bei uns allerdings nicht üblich. Wir bestreuen sie einfach nur mit Puderzucker. Aber der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Meine Großmutter hat das Rezept auch nach der Flucht ins Allgäu weiterhin gebacken und so habe ich Liwanzen als Kind auch schon regelmäßig bekommen.
Sie sind super einfach zu machen, auch für diejenigen unter Euch, die mit Hefeteigen auf Kriegsfuß stehen.
Zum Ausbacken verwendet man eine Liwanzen-Pfanne. Diese ist einer Spiegeleierpfanne sehr ähnlich. Für den Gasherd gibt es sie auch mit halbkugelförmigen Vertiefungen.






Rezept:

Liwanzen

Zutaten:
20g Hefe
1/2 L Milch
ca. 350-400g Mehl
2 Eier
2 EL Zucker


Hefe in der lauwarmen Milch (nicht wärmer als 37°C) auflösen, Zucker und Eier unterrühren und soviel Mehl, dass ein dicker Tropfteig entsteht.  Ich lasse den Teig min. 1 1/2 Std. stehen.
In den einzelnen Vertiefungen der Pfanne ein wenig Fett heiß werden lassen und jeweils einen kleinen Schöpflöffel voll Teig ausbacken. Wenn die Unterseite hellbraun ist, vorsichtig umdrehen, z.B. mit Hilfe von zwei Gabeln oder Schaschlikspießen. Zweite Seite ebenfalls braun werden lassen.
Von beiden Seiten mit Puderzucker bestreuen und mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Guten Appetit!




Gibt es bei Euch Rezepte, die Kindheitserinnerungen wach rufen? Oder überlieferte Rezepte, die Ihr für Eure Kinder kocht? Erzählt mal!

Habt ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße, Eure Birgit





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